Bayerwaldkaserne in Regen

Umbau und Anpassung der KFZ-Wärmehalle 17a in eine Werkhalle


In der Bayerwaldkaserne in Regen ist das Panzergrenadierbataillon 112 stationiert. Da im Standort die bestehende Instandssetzungshalle (Halle 16) von der Truppe vollständig an die Heeresinstandsetzungslogistik (HIL) abgegeben werden musste, waren für den technischen Dienst des Bataillons neue Räumlichkeiten bzw. Arbeitsplätze zu schaffen, um den Auftrag der Einheit erfüllen zu können. In Abstimmung mit der Truppe, der Wehrbereichsverwaltung Süd, dem Infrastrukturstab Süd, dem Bundeswehr Dienstleistungszentrum Bogen und dem Staatlichen Bauamt Passau wurde deshalb die bestehende KFZ-Wärmehalle 17a im Rahmen einer großen Baumaßnahme in eine Werkhalle für den technischen Dienst umgebaut und gleichzeitig das Gebäude grundsaniert.

Die militärische Bedarfsforderung (MBF) wurde am 26.März 2007 aufgestellt und am 24.April 2007 vom Infrastrukturstab Süd militärisch anerkannt. Von der Wehrbereichsverwaltung Süd wurde auf dieser Basis am 4.Februar 2008 das Planungsersuchen an die Landesbaudirektion in München gestellt. Der erforderliche Planungsauftrag wurde dem Staatlichen Bauamt Passau am 18.Ferbuar 2008 erteilt. Nach Vorlage der Bauunterlage im Oktober 2008 wurde noch im November des gleichen Jahres der Ausführungsauftrag erteilt. Nachdem die Finanzierung geklärt war konnte im Oktober 2009 mit den Bauarbeiten begonnen werden. In der Halle sind zusätzlich zu den Abstell- und Werkstattflächen auch Büro- und Sozialräume, sowie Lager- und Technikräume untergebracht. Die Fertigstellung und Bauübergabe erfolgte im Juni 2011.

Mit einem Kostenvolumen von 1,5 Mio. Euro (ohne Kostengruppe 700 / Bauneben-kosten) wurde die Halle 17a grundsaniert und brandschutztechnisch auf neuesten Stand gebracht. Weiterhin wurden umfangreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung durchgeführt und die bestehende Dachkonstruktion statisch ertüchtigt, was aufgrund der geänderten Schneelasten der DIN 1055 erforderlich war. So erhöhte sich der Wert der anzusetzenden Schneelast für den Bereich des Landkreises Regen von 1,5 auf 2,75 kN/m2 (Auslöser hierfür war der extreme Winter 2005-06). Da es sich um eine „Doppelhalle (Halle 17a/17b)“ handelt, mussten aus wirtschaftlichen und bau-technischen Gründen auch angrenzende Bereiche zur Halle 17b (Dachanschlüsse / Giebelwände / Sockelbereich) baulich angepasst bzw. saniert werden.

Zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes (Durchführung der Umbau- und Sanie-rungsarbeiten bei laufendem Betrieb) war es auch erforderlich, die vorhanden Büroräume in Container auszulagern.

Die massiven Fassadenbauteile wurden mit einer hinterlüfteten Faserzement-Plattenfassade auf Unterkonstruktion und Mineralwolledämmung ertüchtigt. Die Tore sind als wärmegedämmte Sektionaltore ausgeführt. Zusammen mit der neuen Trapezblechdeckung auf alu-kaschierten PUR-Dämmplatten und den neuen wärmegedämmten Fenstern und Zugangstüren konnten die Vorgaben der damals gülti-gen EnEV 2007 voll erfüllt werden. So konnte der Primärenergiebedarf von 715,4 kWh/(m2xa) um über die Hälfte auf 311 kWh/(m2xa) gesenkt werden bei einer gleichzeitigen Reduzierung der CO2-Emissionen von 223,3 kg/(m2xa) auf 97 kg/(m2xa).


Planungs- und Baudaten:  
   
Nutzer: Panzergrenadierbataillon 112 in Regen
Entwurfsplanung/
Projektleitung:
Staatliches Bauamt Passau
Werkplanung und
Bauleitung/Geb. 15
AB Thomas Schmied / Passau
Nettogrundrissfläche: 1.426 m²
Bruttogeschoßfläche: 1.600 m³
Bauzeit: 10/2009 - 06/2011
Gesamtbaukosten: 1.530 Mio. Euro