Neubau der Polizeiinspektion Grafenau

Mit dem geplanten Neubau an der Pfarrer-Rankl-Straße können auf rund 600 m2 Hauptnutzfläche für die Polizeiinspektion Grafenau die erforderlichen Diensträume sowie ein Polizeihof für die Dienstfahrzeuge geschaffen und damit die bisher unzureichende bauliche Unterbringung der Polizeiinspektion Grafenau beendet werden.
Bei dem Neubau der Polizeiinspektion ist beabsichtigt, den Passivhausstandard zu erproben, um über die Durchführbarkeit für den Bereich von Dienstgebäuden der Bayerischen Landespolizei weitere Erkenntnisse zu erlangen. Mit dem Passivhausstandard kann der Endenergieverbrauch gegenüber den Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 um ca. 76 % reduziert werden. Der CO2-Ausstoß lässt sich damit gegenüber der EnEV 2009 um ca. 21,5 t pro Jahr verringern.

Durch eine hohe Luftdichtheit und gute Wärmedämmung in Verbindung mit einer effizienten Gebäudetechnik werden die Anforderungen an den Jahresheizwärmebedarf von maximal 15 kWh pro m2 und Jahr erreicht.
Die Wärme- und Warmwasserversorgung ist über eine Holzpellets-Heizung in Kombination mit einer solarthermischen Anlage geplant. Damit werden annähernd 100 % der jährlich benötigten Heizenergiemenge durch Biomasse erzeugt.
Die raumlufttechnischen Anlagen zur Klimatisierung des Wachraums und der Technik-räume werden mit einem hocheffizienten Wärmerückgewinnungssystem ausgestattet. Damit kann ein Wärmerückgewinnungsgrad von über 90 % erreicht werden.


Bauherr: Bayerisches Staatsministerium des Innern
Projektleitung: Staatliches Bauamt Passau
Planung: SSP Planung GmbH, Waldkirchen
Landschaftsplanung: Peter Kitzmüller, Passau
Planung HLS: ECOPlan GmbH, Freyung
Planung Elektro: Koscheinz & Partner Ingenieurges.mbH, Ruhstorf
Genehmigte Baukosten: 3,95 Mio. Euro