Sonderbauweise im Asphaltbau

Der Verkehr wird mehr. Die Achslasten werden höher. Die Straßen leiden unter der Belastung. Die bislang verwendeten Baustoffe sind diesen Anforderungen oft nicht mehr gewachsen. Dieser Entwicklung steht jedoch auch ein technischer Fortschritt gegenüber. Bauindustrie und Verwaltung machen sich Gedanken über neue, bessere und vor allem passendere Baustoffe. Auch die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Spitzenverbänden der Deutschen Bauwirtschaft ins Leben gerufene Innovationsoffensive Straßenbau weist in diese Richtung.
Am Staatlichen Bauamt Passau wurde der Versuch unternommen, zwei unkonventionelle Bauweisen anzuwenden. Dabei gemachte Erfahrungen bezüglich der Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit wurden gesammelt und in einem Bericht veröffentlicht.

Bei der ersten Bauweise wurde viskositätsverändertes Bindemittel eingesetzt, mit dem Ziel, beim Einbau eine bessere Qualität zu erreichen, aber auch zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Standfestigkeit des neuen Fahrbahnbelages.
Bei der zweiten Bauweise wurde Kalkhydrat zur Verbesserung der Affinität zwischen Bindemittel und Gesteinsoberfläche eingesetzt. Dies spielt vor allem bei saueren Gesteinen wie zum Beispiel Granit, eine entscheidende Rolle. Des Weiteren soll eine Erhöhung der Verformungsbeständigkeit erreicht werden.

Der Erfahrungsbericht des Staatlichen Bauamtes Passau und der Prüfbericht des beauftragten Instituts steht zum Herunterladen bereit.

Nach einer Nutzungsdauer von ca. 5 Jahren wurde eine Nachbetrachtung durchgeführt.
Der Erfahrungsbericht Teil 2 und der Prüfbericht Teil 2 stehen ebenfalls zum Herunterladen bereit.

Bei weiteren Fragen steht das Staatliche Bauamt gerne zur Verfügung.

Zur Qualitätsprüfung erfolgte eine regelmäßige Prüfung der Mischguttemperatur
Das Thermobild zeigt in Einbaurichtung deutliche Temperaturunterschiede auf.
Temperaturunterschied zwischen Kalkhydrat-Mischgut und NV-Mischgut