PRESSEMITTEILUNG 140/2019

Passau, den 17.09.19

Ausbildungsstart in der Straßenmeisterei Straubing

Vier Auszubildende zum Straßenwärter haben am 2. September ihre Ausbildung in den neun Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamts Passau begonnen. Einer von ihnen ist Fabio Urban, der in der Straßenmeisterei Straubing seine Ausbildung zum Straßenwärter macht. Der 15-Jährige kommt aus Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg). Für ihn war schon immer klar, dass er einen Beruf erlernen möchte, in dem er handwerklich tätig sein kann.

Die erste Woche war für den 15-Jährigen schon sehr ereignisreich. Er begleitete den Streckenwart der Straßenmeisterei Straubing auf seinen täglichen Kontrollfahrten. „Nach einem Verkehrsunfall mussten wir ein totes Reh von der Straße entfernen“, erzählt er. Er durfte mithelfen, beschädigte Reflektoren an den Leitpfosten am Straßenrand auszutauschen. „Auf einer Straße war an der Fahrbahnkante Asphalt weggebrochen. Da habe ich Kaltasphalt aufgebracht und festgestampft“, berichtet der 15-Jährige. Auch kleine Tätigkeiten wie das Wegkehren von Steinen von der Fahrbahn oder das Austauschen von Verkehrsschildern gehören dazu – Kleinigkeiten, die aber wichtig sind, um für sichere Befahrbarkeit der Straßen zu sorgen.

Fabio Urban ist die Abwechslung wichtig, genauso wie das Arbeiten im Freien. Ein Bürojob wäre für ihn nichts gewesen. Er ist auch in seiner Freizeit ein Bastler: Im Modellbauverein in Wörth an der Donau fertigt er auch komplizierte Modelle, kennt sich mit Zeichenprogrammen am Computer aus. Er freut sich vor allem aufs Schneeräumen – „das mach ich zu Hause auch immer mit unserem kleinen Bulldog“. Mit dem Schneepflugfahren wird’s aber erstmal nichts, immerhin ist Fabio erst 15.

Auch Schichtdienst haben die Azubis in der Straßenmeisterei zunächst nicht, sagt Straßenmeister Michael Maul. Zu lernen gibt es aber auch so genug. „Ein Straßenwärter muss auch viel Theorie können“, sagt Maul. Vor allem die Regelwerke zur Verkehrssicherung muss ein Straßenwärter beherrschen, damit er dann auch bei den beauftragten Firmen kontrollieren kann, ob sie alle Vorschriften einhalten. „Das ist nicht nur Handwerk, man muss auch im Kopf fit sein“, sagt Michael Maul.

Der Blockunterricht findet an der Berufsschule in Würzburg statt. Zur überbetrieblichen Ausbildung geht’s dann nach Gerolzhofen. Zur Straßenwärter-Ausbildung gehört übrigens auch der Erwerb des Lkw-Führerscheins. Den macht aktuell Nico Fuchs. Der 21-Jährige aus Steinach ist bereits im dritten Lehrjahr. „Ich hab vorher schon Zimmerer gelernt, aber das war nicht das richtige“, sagt er. Weil auch sein Vater und sein Onkel als Straßenwärter arbeiten, begann er die Ausbildung an der Straßenmeisterei in Straubing. „Mir gefällt es, dass die Arbeit so abwechslungsreich ist“, sagt er.
 

Bildunterschrift:
Azubi-Fabio: Der neue Azubi in der Straßenmeisterei Straubing: Fabio Urban (r.) packt kräftig mit an, um mit Straßenmeister Michael Maul die Umleitungstafeln vorzubereiten. – Foto: Staatliches Bauamt Passau / Süß

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