PRESSEMITTEILUNG 66/2021

Passau, den 27.05.21

Illegale Müllentsorgung an Straßen und Rastplätzen: Das schadet Mensch, Natur und Steuerzahler

Plastiktüten, Zigarettenschachteln, Einwegbesteck, Pfandflaschen, Toilettenpapier: Was die Mitarbeiter der Straßenmeistereien entlang der Straßen und an Rastplätzen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts Passau an illegalem Müll einsammeln, ist unvorstellbar. Am Rastplatz an der B 85 bei Preying (Lkr. Freyung-Grafenau) werden zudem vermehrt ganze Säcke voller Hausmüll verbotswidrig entsorgt. Zwei bis drei Mal pro Woche räumen die Straßenwärter hier hinter den Verkehrsteilnehmern auf. Ende Mai wird am Rastplatz jetzt ein Dixi-Klo aufgestellt - um wenigstens die unappetitlichsten Hinterlassenschaften möglichst zu verhindern.

Müllablagerungen entlang der Straßen sind nicht nur schlecht für die Umwelt und hässlich anzuschauen, sondern auch für das Staatliche Bauamt Passau ein großes Ärgernis. Denn die Mitarbeiter der Straßenmeistereien müssen den Müll einsammeln und entsorgen. Das bindet Arbeitszeit, die für wichtigere Aufgaben benötigt würde. „Eigentlich sind wir für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer da. Im täglichen Betriebsdienst müssen wir unter anderem Bankette mähen, Schadstellen ausbessern und Unfall- sowie Baustellen absichern“, sagt Straßenmeister Alexander Temeschinko von der Straßenmeisterei Vilshofen.

Zudem ist das Aufsammeln von Müll keine schöne Arbeit. Erst recht nicht, wenn zum Beispiel Grün- oder Pflasterflächen auf Rastplätzen als Toilette missbraucht werden, wie es am Rastplatz bei Preying regelmäßig der Fall ist. Das soll künftig ein Dixi-Klo verhindern, das Ende Mai dort aufgestellt wird.

Nur ein Teil des dort hinterlassenen Abfalls stammt von Verkehrsteilnehmern, die am Rastplatz Pause machen. Gerade bei Preying wurde vermehrt festgestellt, dass sogar Hausmüll gerne in den aufgestellten Abfallbehältern entsorgt wird – teils ganze Tüten voll, die in die Tonnen geworfen oder, wenn diese bereits voll sind, einfach daneben abgestellt werden. Dies stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die zur Anzeige gebracht wird und mit einer Geldbuße bis zu mehreren Tausend Euro geahndet werden kann. Eine von manchen geforderte Schließung des Rastplatzes wäre jedoch vor allem für Lkw-Fahrer ein großes Problem, da diese gerade im Gastronomie-Lockdown wegen Corona kaum noch Orte für vorgeschriebene Pausen vorfinden. Zudem würde es das Müllproblem wohl nur anderswohin verlagern.

Eigentlich sollte es gar nicht so weit kommen. Jeder möchte doch selbst gerne in einer schönen Landschaft unterwegs sein, beim Autofahren nicht auf Müllansammlungen blicken und an einem ordentlichen Rastplatz Pause machen. Darum appelliert das Bauamt an die Verkehrsteilnehmer und Hausmüllbesitzer: Entsorgen Sie Ihren Müll ordnungsgemäß, hinterlassen Sie Rastplätze ordentlich und verzichten Sie darauf, Abfälle aus dem Autofenster zu werfen. Natur, Straßenwärter, Anlieger und nachfolgende Verkehrsteilnehmer wissen das zu schätzen!

Anlage (Foto: Staatliches Bauamt Passau/Süß):
Nur ein Teil des Abfalls, den die Straßenwärter am Rastplatz an der B 85 bei Preying einsammeln, stammt von Verkehrsteilnehmern, die am Rastplatz Pause machen. Vermehrt wurde festgestellt, dass sogar ganze Tüten voller Hausmüll verbotswidrig in den Abfallbehältern entsorgt werden.

gez.

Sabine Süß
Pressesprecherin
Staatliches Bauamt Passau