PRESSEMITTEILUNG 11/2024

Passau, den 09.02.24

Von Bundeswehr und Bundespolizei bis THW: MdB Thomas Erndl informiert sich über Infrastrukturprojekte im Auftrag des Bundes

400 Bauprojekte allein im Hochbau, gut 200 Baustellen im Straßenbau: Das Staatliche Bauamt Passau investiert auch in diesem Jahr voraussichtlich wieder rund 180 Millionen Euro in die Infrastruktur der Region. Über die aktuell anstehenden Projekte informierte sich MdB Thomas Erndl beim Leiter des Staatlichen Bauamts Passau, Ltd. Baudirektor Norbert Sterl, dem Bereichsleiter Hochbau, Baudirektor Gerald Escherich, sowie Bauoberrat Sebastian Philipp, dem zuständigen Abteilungsleiter für Projekte der Bundespolizei.

„Der ländliche Raum braucht eine leistungsfähige Infrastruktur“, stellte MdB Thomas Erndl fest, der sich bei seinem Besuch am Staatlichen Bauamt Passau über den Fortschritt der aktuellen Projekte informierte. Dazu gehören auch die geplanten Neubauten für das Technische Hilfswerk in Regen und Deggendorf. Bis Mitte 2024 sollen die Einzelprojektunterlagen für beide Vorhaben bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vorgelegt werden. Dort werden die Unterlagen geprüft und sobald sie freigegeben sind, wird mit der Ausführungsplanung begonnen. Ein Totalunternehmer wurde vom Bund bereits beauftragt, auch für den Neubau für den THW-Ortsverband Regen. Dieser bleibt am alten Standort, wo die bestehenden Gebäude zurückgebaut und an selber Stelle neue Gebäude errichtet werden.

Für die Bundeswehr werden insgesamt 683 Einzelunterkünfte in den Kasernen Bogen, Freyung und Regen neu gebaut, davon 187 in der Kaserne Am Goldenen Steig in Freyung. Mitte Februar, erklärte Bereichsleiter Gerald Escherich, werde der Totalunternehmer die Konzeptionierung des Vorentwurfs vorstellen, nach der bestehende Gebäude abgerissen und durch neue ersetzt werden sollen. In der Bayerwald-Kaserne Regen entstehen 40 Unterstellhallen für den Schützenpanzer Puma, insgesamt werden am Staatlichen Bauamt Passau aktuell neun große und 34 kleinere Bauprojekte mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro für die Bundeswehr umgesetzt.

Platz für mehr als 400 Dienstposten soll mit dem Neubau für die Bundespolizei in Passau geschaffen werden. Der Grunderwerb konnte aktuell abgeschlossen werden. Damit sind jetzt die Voraussetzungen gegeben, in einem europaweiten Vergabeverfahren die aufwendige Planung auszuschreiben, Ziel ist ein Baubeginn im Jahr 2026. Die Maßnahme soll an einen Totalunternehmer vergeben werden. „Durch die Bündelung von Planungs- und Ausführungsleistungen in einer Hand soll eine möglichst kurze Planungs- und Ausführungszeit erreicht werden", erklärte Leitender Baudirektor Norbert Sterl. „Das wäre ganz im Sinne der Bundespolizei“, bekräftigte MdB Thomas Erndl.

Am Bundespolizei-Standort in Deggendorf sollen neue Hallen für das Equipment der Technischen Einsatzhundertschaft errichtet werden, auch eine neue Raumschießanlage ist geplant. Der Platz ist begrenzt, was die Planungen nach dem Ausbaukonzept erschwert. Parallel zu den Neubauplanungen sollen bestehende Gebäude saniert werden, was im laufenden Betrieb geschehen muss und somit ebenfalls hohen Planungsaufwand mit sich bringt. Dabei liegt besonderes Augenmerk auf dem Wirtschaftsgebäude. „Damit die Bundespolizei in Deggendorf ihren Auftrag gut ausführen kann, müssen einige Gebäude dringend auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Dazu brauchen wir zeitnah grünes Licht der beteiligten Bundesministerien“, betont Erndl, der in Berlin dazu mit dem Bundespolizeipräsidium und dem Innenministerium im Austausch ist.

Das größte staatliche Hochbauprojekt im Bauamtsgebiet ist der Neubau der Justizvollzugsanstalt Passau, hier laufen aktuell die Rohbauarbeiten. In Passau haben im Herbst auch die Arbeiten zur Erschließung für den Bau des Internationalen Wissenschaftszentrums der Universität Passau begonnen und in Deggendorf macht die Erweiterung der Mensa der Technischen Hochschule Deggendorf große Fortschritte: „Ab Oktober soll der Kochbetrieb aufgenommen werden“, gab Baudirektor Gerald Escherich bekannt. Als vorbildliches Projekt in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz stellte Leitender Baudirektor Norbert Sterl das NAWAREUM in Straubing vor.

Positives gab es auch in Sachen Straßenbau zu vermelden: Im September war Baubeginn für die Ortsumfahrung Auerbach im Zuge der B 533, für die Verlegung der B 11 bei Schweinhütt besteht Baurecht: „Hier waren ursprünglich zwei Klagen angekündigt, diese wurden jedoch inzwischen zurückgenommen“, erklärte Norbert Sterl. Zunächst werden noch naturschutzfachliche Maßnahmen umgesetzt und im Herbst dieses Jahres mit dem Holzeinschlag begonnen. Der kreuzungsfreie Umbau der B 12 bei Freyung-Ort beginnt dieses Jahr mit dem Bau einer Umfahrung. „So können wir dann den Umbau der Einmündung ohne größere Auswirkungen auf den Bundesstraßenverkehr umsetzen“, erklärte Sterl.

Anlage (© Staatliches Bauamt Passau / Süß):
Im Austausch über aktuelle Infrastrukturprojekte: MdB Thomas Erndl, Leitender Baudirektor Norbert Sterl, Baudirektor Gerald Escherich und Bauoberrat Sebastian Philipp.

gez.

Sabine Süß
Pressesprecherin
Staatliches Bauamt Passau